Technische Sauberkeit in der Hydraulik
Die Sauberkeit technischer Bauteile wird häufig mithilfe einer gravimetrischen Analyse ermittelt. Hierbei werden die dem Bauteil anhaftenden Partikel mit einer Flüssigkeit extrahiert. Die Flüssigkeit wird gefiltert und das Filterpapier anschließend gewogen. Als Ergebnis erhält man das Gewicht der Restverschmutzungen in mg. Ergänzt man die Analyse durch eine mikroskopische Untersuchung, können auch Angaben über die Größenverteilung und das Material der Partikel gemacht werden. Methoden zur Extraktion, Analyse und Dokumentation werden z. B. in der VDA Richtlinie 19 geregelt.
Die zulässige Partikelbelastung ergibt sich aus der Komplexität des Hydrauliksystems und den verwendeten Komponenten. Häufig existieren auch Werksnormen, die die maximale Anzahl, Größe und das zulässige Gewicht der Partikel definieren.
Das Reinigungsergebnis ist abhängig von vielen Faktoren, wie der Größe der Leitungen und der vorhandenen Vorverschmutzung. Im Zweifel kann eine Restschmutzanalyse durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt bei den Anforderungen an die Technische Sauberkeit die Regel: So sauber wie nötig, nicht wie möglich.
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